Blog
In den letzten Tagen des Praktikums wird nun nichts mehr großartige Neues passieren, ein paar Jingles soll ich kreieren und noch die ein oder andere Sprechrolle übernehmen. Und nicht zu vergessen, die produzierten Beiträge der letzten Wochen auf den USB-Stick ziehen, diese sind ja schließlich ein gute Referenz für die Arbeit bei RTI.
Kenting
Am Wochenende hatte es mich in den Süden Taiwans verschlagen, um genau zu sein in den Kenting Nationalpark. In diesem Nationalpark steht leider ein Atomkraftwerk direkt am Strand, aber abgesehen davon, ist es wirklich ein schönes Fleckchen Erde. Auch um mal Abwechslung von dem trüben, regnerischen Wetter Taipeis zu bekommen und ein wenig Sonne zu tanken, war dies der Ideale Ort.
Des Weiteren kommen Outdoor-Fans dort voll auf ihre Kosten. Von ausgetretenen Wanderpfaden, über Felskletterareale, bis hin zum Wellenreiten, bietet der Nationalprak so einige Aktivitäten. Wem das zu stressig sein sollte, der kann sich auch einfach an einen der zahlreichen, weißen Strände legen und sich die Birne bruzzeln lassen. Und das Wenden nicht vergessen.
Werbetrommel
Mir wurde von meiner Chefin der Auftrag gegeben, kräftig die Werbetrommel für Radio Taiwan International zu rühren. Bis September sind zwar alle Praktikumsplätze vergeben, doch danach sind vorzugsweise Studenten mit Chinesischkenntnissen als Praktikanten in der deutschen Abteilung herzlich willkommen. Ich kann es nur empfehlen. Das Arbeitsklima ist entspannt, man bekommt einen guten Einblick in die Tätigkeiten einer internationalen, öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt und die Möglichkeit sich mit eigenen Ideen und Vorschlägen zu Beiträgen in der Redaktion einzubringen.
Infos unter: RTI Deutsche Abteilung
Heimweg
Samstag Morgen geht es dann auf den Weg in die Heimat. Ein eintätigen Zwischenstopp werde ich dann noch in Hong Kong einlegen, bevor ich dann endgültig in das Flugzeug mit der Destination Frankfurt steigen werde. Zwölfstunden Flug und schon ist man zurück im guten, alten Deutschland. Verrückte Welt.
Maurice
Derzeit warte ich auf eine Bestätigung für ein Interview mit dem taiwanischen Regisseur Ang Lee, unter anderem bekannt geworden durch seine Filme „Brokeback Mountain“ und „Tiger & Dragon“, der im Moment seine Adaption des Bestsellers „Life of Pi“ in der westtaiwanischen Stadt Taichung verfilmt. Hoffen wir mal, dass das hinhaut.
Flora Expo
An der internationalen Flora Expo, bei der sich alles ausschließlich um Blumen dreht, führt mein Weg zur Arbeit seit nun mehr vier Wochen tagtäglich vorbei. Letzten Donnerstag bin ich dann endlich mal dazu gekommen mir das Gelände auch einmal von innen anzuschauen. Mit dem Auftrag, für die Homepage von RTI viele tolle Bilder zu schießen, machte ich mich mit ein paar taiwanischen Freunden auf den Weg das 91,8 Hektar große Areal zu erkunden. Leider regnet es in Taipei seit meiner Ankunft fast durchgängig und so wurden wir auch am Donnerstag nicht verschont. Zu allem Übel ist der Regen auch noch sauer und die Chance nach permanenter Berieselung seine Haare zu verlieren steigt mit jedem Tropfen an. Also bloß nicht den Regenschirm vergessen!
Trotz des Regens war die Expo recht gut besucht, so möchte ich mir gar nicht ausmalen, wie ruppig das Gedränge erst an einem sonnigen Tag sein muss. Die verschiedenen Pavillions auf dem Expogelände sind unterschiedlichen Themen gewidmet. Manche, wie zum Beispiel der „Dream Pavillion“ sehen einfach nur schön aus, andere wie zum Beispiel der „EcoArk“ haben dagegen ganz praktischen Nutzen. Der „EcoArk“, ein knapp 15 Meter hoher Pavillion mit einem Grundriss von etwa 1500 Quadratmetern, ist komplett aus recycelten Plastikflaschen konstruiert worden.
Insgesamt ist das Gelände groß genug um sich mehrere Tage hintereinander die Füße platt zu laufen. Mir hat der eine Nachmittag jedoch schon voll und ganz genügt.
Link zur Flora Expo
Taifune, Atomkraftwerke, Anteilnahme
Taiwan ist von dem Erdbeben vor der Küste Japans und dem anschließend Tsunami glücklicherweise verschont geblieben. Es kam zwar eine Flutwelle an den Nord- und Ostküsten Taiwans an, die mit zwei Metern Höhe jedoch auf ein Fünftel der japanischen Welle geschrumpft war. Man hatte sich im Vorfeld dennoch auf alle Eventualitäten eingestellt, Polizei und Feuerwehr in Alarmbereitschaft verstetzt und Schulen, Ämter, Geschäfte und alle Einrichtungen, die nicht zwingend geöffnet sein mussten, geschlossen. Es konnte jedoch relativ schnell Entwarnung gegeben werden.
Dennoch ist die Lage aufgrund der Ausmaße der Katastrophe und der atomaren Bedrohung durch die Kernkraftwerke Fukushima I und II angespannt, denn sollte es zum GAU kommen, wäre unter ungünstigsten Umständen auch Taiwan davon betroffen.
Trotzdem steht die taiwanische Bevölkerung geschlossen hinter den Japaner und fühlt mit ihnen. Mehrere Hilfstruppen wurden bereits zum nördlichen Nachbarn entsandt, um diesem bei der Bewältigung dieser Katastrophe unter die Arme zu greifen. Studenten der National Taiwan Normal University haben letzten Samstag die Initiative „Pray for Japan“ ins Leben gerufen und am ersten Tag bereits 160.000 Taiwan Dollar, umgerechnet etwa 3.900 Euro, an Spendengeldern gesammelt.
Der taiwanische Präsident Ma Ying-jeou sprach am heutigen Dienstag den Japanern sein tiefes Mitgefühl aus. Bevor das Kabinett zum täglichen Geschäft überging wurde eine Schweigeminute in Gedenken an die Opfer eingelegt. Präsident Ma bestätigte weiterhin, dass Taiwan für alle Eventualitäten, speziell im Bezug auf das Versagen der japanischen Atomkraftwerke, vorbereitet sei.
Soweit erstmal eine kurze Einschätzung der Lage in Taiwan.
Ausblick
Zum weiteren Verlauf des Aufenthalts in Taiwan; an diesem Wochenende werde ich die Ostküste, insbesondere die Stadt Luodong erkunden. Diese soll für Outdoorsportler ein wahres Paradies darstellen. Nächste Woche werde ich ein paar Tage frei bekommen, um den Süden der Insel zu erkunden. Naja, was heißt frei bekommen, ich soll natürlich nach meiner Rückkehr darüber berichten, welches ich natürlich auch gerne tue.
Maurice
The Garden of Hope Foundation
So machte ich mich letzte Woche auf die Suche nach geeigneten Themen, die natürlich nicht nur für mich interessant sein sollen, sondern vor allen Dingen für die Hörer. Als ich mit einer taiwanischen Freundin über die Unterschiede zwischen Taiwan und Deutschland diskutierte und wir dann auch auf das Thema soziale Verhältnisse zu sprechen kamen, fragte ich mich in wie weit man diese Idee wohl journalistisch aufarbeiten könnte.„Eine NGO wäre doch ein guter Repräsentant und Aufhänger für die sozialen Verhältnisse und natürlich auch Probleme in Taiwan.“
Die Organisation
Und so sollte es dann auch sein. Nach mehrstündiger Recherche hatte ich dann auch eine geeignete Organisation gefunden, „The Garden of Hope Foundation“. Die NGO betreut seit 1988 junge Mädchen und Frauen, die Opfer von sexueller Ausbeutung, sexuellem Missbrauch oder häuslicher Gewalt wurden. Mit der Zeit erweiterten sie ihre Kompetenzen auch auf den Bereich des Menschenhandels, denn seit der Öffnung Taiwans ist dies eines der gravierenden, sozialen Probleme. Mittlerweile betreibt die Organisation 35 Einrichtungen in dreizehn Landkreisen Taiwans. Seit diesem Jahr sind sie auch mit einem Projekt im Ausland vertreten. In Kooperation mit zwei christlichen Organisationen und dem taiwanischen Amt für Internationale Angelegenheiten wurde das Projekt „Garden of Hope in Cambodia“ in Kambodscha gegründet, welches sich mit der Verhütung des Menschenhandels in dieser Region beschäftigt.
Der Eingang zum neuen V-Shop
Das Interview
Nach dem ich zunächst einige Fakten über die Organisation und ihre Arbeit eingeholt hatte, klemmte ich mich hinter’s Telefon und machte trotz kleiner Kommunikationsschwierigkeiten einen Interviewtermin mit der Geschäftsführerin Frau Chi aus.
Zahlreiche Auszeichnungen im Trophäenregal
Mittwoch war es dann so weit. Ich muss gestehen, ein wenig nervös war ich, trotz gründliches Vorbereitung, schon. Mein erstes Interview auf Englisch. Doch die Nervosität war völlig unbegründet. Im netten Gespräch unterhielt ich mich mit Frau Chi über die Arbeit der NGO, die aktuellen Projekte, Zukunftsaussichten und die Rezeption innerhalb der Gesellschaft und durch die Bedürftigen.
Und nun?
Nun warte ich gerade darauf, dass meine Kollegin die Übersetzung des Interviews für mich eingesprochen hat. Erst dann kann ich den Beitrag fertig produzieren. Er wird im Laufe der nächsten Woche dann im Programm von Radio Taiwan International zu hören sein. Den genauen Termin werde ich für die, die es interessiert, natürlich nachreichen.
Maurice
Gefeiert wird in ganz Taiwan, doch jedes Jahr wählt das taiwanische Tourismusbüro einen der vormals 14, seit 2011 nur noch 12 Landkreise aus, in welchem die Hauptfeierlichkeiten stattfinden. Letztes Jahr war dies Chiayi im Südwesten Taiwans, welches dieses Jahr vom Landkreis Miaoli abgelöst wurde.
Die Laternen
Das aktuelle Jahr steht im Tierkreiszeichen des Hasen. So verwundert es nicht, dass viele der mühevoll in Handarbeit hergestellten Laternen, den Hasen zum Thema haben. Doch auch Fabelwesen, Legenden- und Romanfiguren oder symbolträchtige Tier sind beliebte Motive. Die größte Laterne, die dieses Jahr ausgestellt wird, ist dennoch eine zwanzig Meter hohe und knapp dreißig Tonnen schwere Hasenfigur, die zwar nicht flugfähig ist, aber dafür alle halbe Stunde, unterstützt von einer ausgefeilten Laser- und Lichtshow, den Zuschauermassen in neuem Glanz erscheint.
Die Laternen werden meist von Schulen, Vereinen, Firmen oder sonstigen Gemeinschaften aus Bambus und Papier hergestellt und mit Kerzen bzw. mittlerweile auch mit Glühlampen beleuchtet. Abgesehen von den Laternen, die natürlich die Hauptattraktion darstellen, sind auch Aufführungen von Tanzgruppen, Sängern, Bands oder anderen Künstlern teil des Fests.
Miaoli
In Miaoli versucht man dieses Jahr den Weltrekord für das größte Laternenfest zu brechen und einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde zu erlangen. Insgesamt 100 Hasenlaternen und 47.759 weitere werden bei den Feierlichkeiten zu sehen sein. Des Weiteren wird den Besuchern aus dem In- und Ausland die komplette Woche über eine Bandbreite an Aktivitäten geboten. Von Erdbeeren pflücken, über Wanderungen oder den Besuch einer heißen Quelle sind so einige Beschäftigungsmöglichkeit in der bergigen Region um Miaoli vorhanden.
Die Himmelslaternen von Pingxi
Der Landkreis Pingxi befindet sich in der ländlichen Bergregion direkt vor den Toren Taipeis und ist in etwa einer Stunde bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Die Hauptattraktion in Pingxi sind die sogenannten Himmelslaternen. Mit Pinsel oder Filzschreiber werden die blanken Laternen bemalt und mit Wünschen beschriftet, um diese daraufhin, einem Heißluftballon gleich, sanft in den Nachthimmel steigen zu lassen. Je höher die Laterne dabei schwebt, desto eher, so heißt es, gehen die Wünsche in Erfüllung.
Am Tag des Laternenfestes ist Pingxi überflutet mit Menschenmassen, die alle an diesem traditionsreichen Ort zusammen kommen, um gemeinsam zu feiern. Wer sich jedoch in Ruhe dem Ritual der Himmelslaternen hingeben möchte, ist gut damit beraten einfach kurz vor oder nach den Hauptfeierlichkeiten nach Pingxi zu kommen. Wenn man schonmal dort ist, kann man auch gleich den Shifen Wasserfall besuchen, der einer der größten seiner Art in Taiwan ist.
Sonstige Orte
Abgesehen von Pingxi und dem jährlich vom Tourismusbüro bestimmten Ort sind auch die Feierlichkeiten in Tainan oder Taichung zu empfehlen. In diesen beiden Städten wird reger Gebrauch von Feuerwerkskörpern gemacht. Entweder um sich gegenseitig damit zu bewerfen (Tainan), was nicht gerade ungefährlich ist, oder Meister Han Dan (Taitung) zu attackieren. Festtagsaktivitäten in der Hauptstadt Taipei und der im Süden gelegenen Stadt Kaohsiung sind auch nicht außer Acht zu lassen.
Soweit vom chinesischen Laternenfest aus Taipei. Diese Woche werde ich die NGO „The Garden of Hope Foundation“ besuchen, über die ich in einem Beitrag für Radio Taiwan International berichten werde. Dazu aber mehr in meinem nächsten Blogeintrag.
Maurice
P.S.: Bis ich herausgefunden habe, wie man in diesen Blog anständig Bilder einfügt, könnte ihr euch HIER solange einen kleinen Eindruck von Taiwan verschaffen.
Maurice
Taiwan zählt satte 23 Millionen Einwohner, was für seine kleine Fläche schon recht ordentlich ist. Die bevölkerungsreichste und zugleich Hauptstadt ist Taipeh im Norden der Insel mit 2,6 Millionen registrierten Bürgern. Taipeh ist der Ort, an dem ich mein siebenwöchiges Auslandspraktikum absolviere.
Zur Zeit studiere ich Asienwissenschaften an der Uni Bonn und bin studienbegleitend beim Campusradio radio96acht Bonn tätig. Ich habe nach einer Möglichkeit gesucht, mein durch das Praktikum beim Campusradio gewecktes Interesse für den Radiojournalismus und den Schwerpunkt meines Studiums zu verbinden. Vor etwa vier Monaten habe ich mit der Recherche nach einem Praktikumsplatz in dieser Richtung begonnen, zunächst relativ erfolglos. Durch einen Zufall, nämlich über einen Wikipediaartikel, bin ich dann auf Radio Taiwan International gestoßen.
Radio Taiwan International
Radio Taiwan International ist das taiwanische Pendant zur Deutschen Welle. Ich arbeite in einem gemischten Team aus Einheimischen und Deutschsprachigen zusammen in der deutschen Redaktion. Meine bei radio96acht Bonn und StudioEins gesammelten Erfahrungen und Fähigkeiten kann ich hier weiter ausbauen und die Redaktion tatkräftig unterstützen. Mitarbeit im redaktionellen Alltag, Moderation von vorgefertigten Sendungen, die Verwaltung des RTI-Blogs, kleinere Übersetzungen und im späteren Verlauf des Praktikums auch die Produktion von eigenen, kurzen Beiträgen werden meine Aufgaben in den nächsten sieben Wochen sein.
Erste Eindrücke und Aussichten
Nach vierzehnstündiger Reise und Aufenthalt auf dem Seouler Incheon Flughafen, bin ich dann schlussendlich in Taipei angekommen. Im Vergleich zu Taipei, das ständig in Bewegung zu sein scheint, ist Bonn doch eher ein kleines, verschlafenes Provinzstädtchen. Dennoch begegnen einem die Menschen entgegen der Erwartungen meist offenherzig und freuen sich, wenn man versucht ihre Sprache zu sprechen und Kontakt mit ihnen aufzunehmen. So wurde ich sowohl in der Redaktion, als auch in meiner Unterkunft herzlich empfangen.
Ich bin gespannt was die nächsten Wochen bringen werden und natürlich top-motiviert jede Erfahrung beim Schopf zu packen und mit nach Deutschland zu zerren. Mit diesem Blog werde ich euch mindestens einmal pro Woche über den Verlauf des Praktikums und meinen Aufenthalt in Taipei auf dem Laufenden halten und dann natürlich auch mit Bildmaterial und diversen Specials, z.B. zur taiwanischen Küche, versorgen.
Bis auf Weiteres.
Maurice
P.S.: Wer Interesse hat kann gerne HIER reinhören.
So ging es nach 16 Jahren Kohl wohl auch der Generation meiner Eltern, die schockiert festgestellen mussten, dass Kohl kein König/Kaiser/Imperator mit Erbmonarchie darstellt. Oder das auch Papst Johannes Paul II trotz guten Kontakten nicht ewig leben wird.
Es gehört auch sicher zum demokratischen Prozess, dass man Politiker die einen Fehler gemacht haben zum Rücktritt auffordert. Dagegen ist auch Frau Dieckmann nicht geimpft, nebenher hat sie ja auch zugegeben, beim WCCB-Bau einen Fehler gemacht zu haben.
Aber muss man jetzt, 33 Tage vor dem freiwilligen(!!) Amtsverzicht Dieckmanns, die nicht mehr zur Wiederwahl angetreten war, unbedingt den Ruf, das Erbe, vielleicht das Andenken an 15 erfolgreiche Amtsjahre zerstören und einen Rücktritt fordern? Ich finde nicht. Ich finde es eher schade, dass sich einige Parteien zu so einem kleinen (für mich sieht es fast nach einem Racheakt aus) Theater hinreißen lassen.
Ich hoffe, dass nach 15 Jahren Amtszeit der OB mehr stehen bleibt als nur diese Schmierenkomödie um koreanische Bauunternehmer, korrupte Anwälte und insolvente Plenarsäle!
Das ist nun anders. Doch verstehe ich nicht so richtig wie ein Doktorvater, ein verbeamteter Professor, auf die Idee kommt einem Prüfling das ablegen einer Doktorarbeit gegen Geld zu ermöglichen.
Denn es ist doch schon bei "normalen" Abschlussarbeiten so, dass nicht nur der Hauptprüfer sondern auch der Zweitkorrektor die Arbeit in den Händen hält. Außerdem muss ich ja immerhin noch durch Klausur und mündliche Prüfung, so dass auch da völlige Inkompetenz ausgeschlossen werden kann.
Zugegeben, bei einer Doktorarbeit läuft das Verfahren etwas anders. Hier kommt es ja auch auf die Zulassung an. Was mache ich also wenn mein Abschlussdurchschnitt nur 3,7 ist und ich trotzdem promovieren will?
Der Uni kann man in sofern keinen Vorwurf machen, gerade in den letzten Jahren hat man mit der Schaffung von Prüfungsausschüssen und auch der vertraglichen Betreuungsvereinbarung viel getan, um Fälle von gekauften Titeln vermeiden zu können.
Ich denke wie Unisprecher Archut und sehe den Schaden eher im Vertrauensverlust der Studis an der ehrlichen Wissenschaft. Gekaufte Ehre ist weder in Romanen noch in der Wirklichkeit respektabel!
