radio96acht Bonn : Gruselkabinett EM-Gastländer?
20.06.2012
Campus

Gruselkabinett EM-Gastländer?


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Als die fünf Studenten zur EM nach Polen und die Ukraine fuhren war von korrupten Polizisten keine Spur

Polen und die Ukraine hatten mit allerlei Vorwürfen und Kritik zu kämpfen bevor die EM überhaupt anfing. Die Gründe hierfür waren vielfältig. Während die deutschen Politiker forderten, dass entweder die EM oder aber Julia Timoschenko nach Deutschland verlegt werden soll, hatten andere ganz andere Sorgen. Stimmen über Hooligans, Ansteckungsgefahr durch Masern, korrupte Polizisten - die Liste der Kritik ist lang - wurden immer wieder laut.

Grund genug für fünf furchtlose Freiburger Studenten sich das Ganze mal selbst anzusehen um mal die kursierenden Gerüchte mit der tatsächlichen Sachlage zu vergleichen. Also haben die Fünf ihre Sachen gepackt, den Wagen voll geladen und sich dann zu Fünft in einen kleinen alten Opel Astra gequetscht. Und schon konnte die Reise nach Lviv von nicht weniger als stolzen elf Stunden Fahrt bei kuscheligen 30°C beginnen.

Die ersten Eindrücke, die sie so sammelten unterstützen keineswegs das, was sie vorher von allen Seiten gehört haben. Bei ihrer Einreise in Polen hatten sie keinerlei Probleme mit dem Verkehr, was allerdings sicherlich auch mit daran lag, dass zu dem gleichen Zeitpunkt ganze Karawanen polnischer Fans auf der Gegenfahrbahn gerade auf dem Weg zum letzten Spiel ihrer Nationalelf waren. Von der angeblich so schrecklichen Infratsruktur war ebenfalls keine Spur, dafür aber eine neue gebaute Autobahn. Erst an der EU-Außengrenze wurden die Straßen dann schlechter.

Aber auch in Punkto Ukraine bewahrheiteten sich die Gerüchte nicht. Die fünf Studenten wurden nicht nur äußert freundlich von den Einheimischen begrüßt, sondern sie brauchten auch nur knappe elf Minuten zur Grenzüberquerung - und das ganz ohne Schmiergeld. In Lviv sind allerdings fast alle Straßen gepflastert, was natürlich nicht sonderlich gut für tiefergelegte Autos ist, die da gerne mal aufschlagen - vor allem dann, wenn auch noch Schienen über den unebenen Straßen verlaufen. Auch das angeblich nur halbfertige Stadion entpuppte sich in Wahrheit als funkelnigelnagelneu. Und nach dem Spiel wurden die fün Freiburger Studenten sogar noch um ein Erinnerungsfoto von einem Polizisten gebeten.

Sara Bamberg

Reporterin

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1. Artikelbild:
Sebastian Derix
Superteaser:
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Uni Bonn