radio96acht Bonn : Entwicklungsforschung aus Bonn
17.10.2011
Campus

Entwicklungsforschung aus Bonn

Dr. Manfred Denich ist der stellvertretende Direktor am Zef für die Abteilung "Ecology and Natural Resources Management"

Neben den klassischen Instituten - wie denen für Germanistik oder Mathematik - gibt es auch viele unbekannte Forschungseinrichtungen an der Uni Bonn. Wir stellen euch in einer Serie diese Institute und Zentren vor. Den Auftakt macht heute das Zentrum für Entwicklungsforschung.

Das ZEF

Ein wichtiges Forschungszentrum ist mit Sicherheit das ZEF, das Zentrum für Entwicklungsforschung, oder wie es auch ganz offiziell heißt "Center for Development Resarch". Dass man hier in diesem Zentrum noch öfter auf Anglizismen stoßen wird, werdet ihr noch sehen.

Das ZEF gehört wie andere Institute keiner Fakultät an und untersteht nur dem Senat der Uni.
Aber was macht das ZEF denn eigentlich genau?

Grob gesagt, beschäfftigt sich das ZEF mit drei Bereichen: Forschung, Ausbildung und Politikberatung. Diese drei Bereiche werden von drei Abteilungen bearbeitet, nämlich Political and Cultural Change, Economic and Technological Change und Ecology and Natural Recources Management. Man sieht also, dass alle möglichen Fachrichtungen im ZEF vertreten sind: Von den Kulturwissenschaftlern bis zu Agrarwissenschaftlern oder BWLern, alle arbeiten hier zusammen um ein Ziel zu verfolgen: Eine Verbesserung der Lebensqualität in den verschiedensten Entiwcklungsländern. Dr. Manfred DEnich hat uns das ZEF genauer erklärt.


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Die Forschung

Die Forschung darf in einem wissenschaftlichem Betrieb natürlich nicht zu kurz kommen. Geforscht wird im ZEF nicht nur interdisziplinär, sondern auch international und transdisziplinär, das heißt, dass man sich vor Ort mit den Zielgruppen zusammensetzt und ein Konzept für die Probleme gemeinsam erarbeitet.

Schwerpunkte der Forschung in allen drei Abteilungen sind Landnutzung, Wasserressourcen, biologische Vielfalt, erneuerbare Energie, Klimawandel und öffentliche Gesundheit.


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Das aktuelle Projekt - Wascal

Das größte Projekt, an dem das ZEF zurzeit arbeitet, heißt Wascal. Wascal ist ein gemeinsames Projekt des ZEF und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, um gegen den Klimawandel und für eine angepasste Landnutzung in West- und Südafrika zu kämpfen. Das ganze läuft in drei Phasen ab: Zunächst wird ein Regional Science Service Center aufgebaut, in dem Wissenschaftler forschen und beraten, dann wird ein Graduiertenforschungsprogramm in 8 Ländern Westafrikas installiert, in dem Doktoranden zur Unterstützung der Wissenschaft ausgebildet werden und zuletzt wird ein Forschungsprogramm mit Wissenschaftlern aus der Region betrieben. Dieses Programm wird zwar von Deutschland aus finanziert, aber es geht vielmehr darum, eine Hilfestellung zu leisten und der afrikanischen Forschung die Möglichkeit zu geben, sich zu entwickeln und Probleme in Zukunft selbstständig zu lösen.


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Im Rahmen der Initiative „Fortschritt NRW“ hat Wissenschaftsministerin Svenja Schulze heute das Zentrum für Entwicklungsforschung der Universität Bonn (ZEF) als „Ort des Fortschritts“ ausgezeichnet. „Das ZEF leistet ‚Hilfe zur Selbsthilfe’ bei der Bewältigung der globalen Herausforderungen vor Ort“, lobte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze das Konzept des Instituts. „Es entspricht damit in ganz besonderem Maße der Idee von Fortschritt.NRW.“

Ann-Kristin Sass

Moderatorin

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