Ein Fotograf im Big Apple

Auf Facebook findet man allerhand sinnloses. Irgendwelche Spielchen, die keinen interessieren oder tausend Anfragen für "Dislike"-Buttons oder "Wer hat mein Profil angesehen"-Gadgets. Aber es gibt nicht nur diese Beispiele, sondern auch wirklich coole und gelungene Aktionen, bei denen man sogar mitarbeiten kann. Eine dieser Aktionen ist "Thomas Does", initiiert durch den Nürnberger Fotografen Thomas Boenig.
Wieso macht man das eigentlich?
Via Skype hat der Fotograf verraten wieso er diese Aktion überhaupt gestartet hat.
"You can be a part of it...New York, New York!"
Einst sang Frank Sinatra in seinem Kulthit "New York, New York" über die Vorzüge des "Big Apple". Andere Künstler haben ihm das nachgemacht wie bspw. Jay-Z mit Alicia Keys und ihrem Song "Empire State Of Mind". Thomas Boenig hätte in jede beliebige Stadt der Welt gehen können. Genügend Metropolen gibt es ja, aber er entschied sich für New York.
Facebook als Mittel zum Zweck
Jeder Fotograf kann alleine losziehen oder auf Anfrage eines Arbeitgebers die Motive suchen, die dieser gerne sehen will. Allerdings war das keine richtige Option für Thomas Boenig, der sich durch die große Facebook-Gemeinde inspirieren lassen will und diese auch einbinden will. Jeden Tag hatten die Fans seiner Seite die Möglichkeit, Ideen abzugeben und darüber abzustimmen, welche Idee umgesetzt werden soll. Dabei gab es auch allerhand kuriose und außergewöhnliche Ideen...
Freude über große Resonanz
In kurzer Zeit hat sich die Aktion schon bezahlt gemacht. Viral ging das "Thomas Does"-Virus durch Facebook. Freunde empfahlen es anderen Freunden, aber auch durch Interessensangebote auf der Seite konnte man seine Seite sehen. Bis heute haben knapp 300 Leute auf den "Gefällt mir"-Button gedrückt. Eigentlich sollte die Aktion, die am 04.06. startete, nur 6 Tage dauern, aber da er bis zum 15.06. in New York bleibt, hat er sie kurzerhand verlängert!
Was passiert eigentlich mit den ganzen Bildern?
Aber was passiert mit den Bildern überhaupt, für die Thomas Boenig so viel Kilometer zurückgelegt hat? Die Antwort ist ganz einfach - es wird einen Kalender geben. Dieser ist strengstens limitiert und geht nur an die Leute raus, die auch eine Idee abgegeben haben. Da die Aktion auf 6 Tage angelegt war, kommen 6 der "Fanbilder" in den Kalender und nochmal 6 von Thomas Boenig, was dann die 12 Monate ergibt.
Nebenbei verriet Thomas Boenig auch, wie es bei den Shootings so zuging. Beim "Shot of the Day 1", das ihr oben sehen könnt, waren die Obdachlosen viel netter zu ihm als die Broker, die teils wüste Beschimpfungen gegen den Fotografen abließen. Oder auch der Fakt, dass er keinen Vorlauf hatte vor dem Projekt: erst einen Tag vor dem Abflug (02.06.2012) erhielt er die endgültige Unterstützung für die Aktion.
Alles in allem ist "Thomas Does" eine Aktion, die zeigt, dass man Facebook für gute Zwecke nutzen kann. Es ist eine sehr kreative und interaktive Aktion, die mittels der Fotografie einen kreativen Output hat. Wer nun interesse an dem Projekt bekommen hat, kann die Facebook-Seite besuchen (www.facebook.com/thomas.does.project) und den offiziellen Blog von Thomas Boenig anschauen unter www.thomasdoes.com.
1. Artikelbild:
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