Studi vs. Facebook
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Erst im vergangegen Monat konnte man überall von dem Studenten lesen, der sich mit Google und Youtube streitet: Philipp Matesanz ist der Betreiber des Youtubemp3 Converters. Allerdings ist Youtube von der Webseite des Studenten wenig begeistert und fordert daher, dass Matesanz seine Webseite aufgibt. Dass Matesanz das nicht einfach so auf sich sitzen lässt, ist kaum verwunderlich. Er geht jetzt in die Offensive indem er eine Online-Petition gestartet hat.
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Aber nicht nur der 21-jährige Philipp Matesanz sieht sich mit einem Internetgiganten konfrontiert. Dem Wiener Studenten Max Schrems geht es da nicht viel anders. Allerdings ist es im Fall von Max Schrems der Student selbst der Klage erhoben hat. Schon vor einem Jahr hat er Facebook wegen angeblicher Datenschutzverletzung verklagt. Allerdings hat sich in der Sache bisher nicht allzu viel getan. Denn sowohl Facebook, als auch die irischen Behörden stellen sich quer.
Schluss machen per SMS war gestern
Die ganze Angelegenheit wird scheinbar mit ziemlicher Willkür gehandhabt. Das führt letztlich nur dazu, dass sich der Prozess noch länger hinzieht. Da die irischen Behörden Max Schrems jetzt per SMS erklärt haben, dass sie nicht mit ihm reden wollen muss das Verfahren pausiert werden. Eine Herangehensweise die angesichts der Klage doch sehr zu wünschen übrig lässt. Immerhin hat mittlerweile fast jeder Facebook. Somit ist Max Schrems im Falle einer Datenschutzverletzung kein Einzelfall. Im Grunde sollte jeder User die Möglichkeit haben die über ihn gespeicherten Informationen einzusehen. Das ist bei Facebook bisher allerdings nur sehr begrenzt der Fall.
Da Facebook auch einen Sitz in Irland hat, was es dem Onlineanbieter erlaubt jährlich 3% Steuern zu sparen, sind die irischen Behörden von der ganzen Sache auch betroffen. Im Gegensatz zu dem Sitz in Amerika gilt für den Sitz in Irland europäisches Datenschutzrecht. Und genau das könnte Facebook jetzt teuer zu stehen kommen. Jede weitere Verzögerung bedeutet aber auch weitere anfallende Kosten, was den Wiener Studenten in die Situation bringt sich fragen zu müssen, wie er dieses Gerichtsverfahren überhaupt weiterhin finanzieren soll. Zwar wurde schon ein Spendenkonto eingerichtet, aber so ein Verfahren kann in Irland ganz schnell mal über 100.000 Euro kosten. Wir dürfen also gespannt sein, wie sich die ganze Sache noch weiterhin entwickeln wird.
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Matthias Rehbein
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