Sonne, Sand und vor allen Dingen gute Laune – das gehört im Optimalfall zu einem Beachvolleyball-Turnier dazu. Der Münsterplatz hatte am Wochenende all dies zu bieten. Denn die smart Beachtour war nach einem Jahr Pause wieder zu Gast in Bonn. Die besten Sandsportler Deutschlands maßen sich an drei Tagen auf drei Spielflächen, insgesamt 700 Tonnen Quarzsand sind dafür aufgeschüttet worden. Es war der perfekte Zeitpunkt für solch ein Event, denn viele der mehreren tausend Zuschauer hatten sicherlich noch die sensationellen Bilder des Olympiaerfolges von Julius Brink und Jonas Reckermann vom vergangenen Donnerstag vor Augen. Somit wehte also auch ein Goldhauch durch das sonnige Bonn.
Das Siegertreppchen der Herren: Manuel Lohmann und Jonas Schröder (Platz 1), Timo Backhaus und Kai Westphal (Platz 2), Markus Böckermann und Mischa Urbatzka (Platz 3)
La-Ola-Wellen, Partymusik und lachende Gesichter konnten rund um die Felder wahrgenommen werden. Auf den Flächen selbst gab es nur selten Jux-Schauspiele, denn für die Athleten galt es, durch gute Platzierungen Punkte für die Beachvolleyball-Rangliste zu sammeln, um sich bei den Deutschen Meisterschaften am Timmendorfer Strand in zwei Wochen eine gute Ausgangsposition zu sichern. Insgesamt waren mehr als 30 Damen- und Herrenteams beim Turnier dabei. Einige davon mussten sich jedoch am Freitag noch für das Hauptfeld qualifizieren.
Manuel Lohmann und Jonas Schröder griffen erst am Samstag ins Geschehen ein und gewannen nach drei Sätzen gegen Tilo Backhaus und Dirk Westphal mit 18:21; 21:13 und 15:12. Für die beiden 24- und 21-jährigen Studenten schloss sich mit dem Sieg in Bonn der Kreis: „Vor zwei Jahren haben wir hier erst die Cup-Qualifikation gespielt und dann zum ersten Mal am Turnier teilgenommen. Jetzt ganz oben zu stehen, ist natürlich etwas ganz Besonderes“, sagte Lohmann.
Das Siegertreppchen der Damen: Karla Borger und Britta Büthe (Platz 1), Melanie Gernert und Anja Günther (Platz 2), Geeske Banck und Kira Walkenhorst (Platz 3)
Bei den Damen setzten sich Karla Borger und Britta Büthe im Finale gegen Melanie Gernert und Anja Günther klar mit 21:14 und 21:15 durch. Auch für die beiden scheint Bonn ein gutes Pflaster zu sein, denn vor zwei Jahren gewannen sie hier zum ersten Mal gemeinsam auf deutschem Boden. Die Sportlerinnen sind selten in der Bundesrepublik unterwegs, so war es auch das einzige Gastspiel im Rahmen der diesjährigen Beachtour. In dieser Woche spielen sie in Polen, dann geht’s für sie nach Finnland und auch Thailand steht noch auf dem Programm. Beide Siegerteams werden trainiert von Bernd Werscheck, der natürlich sehr stolz auf seine Schützlinge war: „Alle haben das super gemacht.“ Das Quartett darf sich übrigens nicht nur über viele Punkte für die Rangliste freuen, auch eine Geldprämie von je 1000 Euro hat es durch den Turniergewinn sicher.
Lob an die Bonner Zuschauer von Britta Büthe und Karla Berger:
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