In Belgien nichts zu holen

Die Telekom Baskets Bonn haben den Auftakt in die zweite Runde des Europapokals vergeigt. Beim belgischen Vertreter aus Aalst setzte es eine deutliche 98:86 Niederlage. Chris Ensminger machte vor mageren 850 Zuschauern 22 Punkte und war damit bester Spieler der Bonner.
Okapi Aalstar deutlich wacher
Die ersten Punkte der Partie machten die Hausherren, allerdings antwortete Chris Ensminger gleich im Gegenzug mit einem Dunking. Aalst zeigte sich allerdings wenig beeindruckt und so konnten sie sich erstmals etwas absetzen und den Vorsprung bis zum Viertelende halten (21:16).
Weiter ging es im zweiten Abschnitt mit einem weiteren Dreier der Hausherren, der Vorsprung wuchs auf acht Punkte (24:16). Bonn bekam die Belgier nicht in den Griff. Offensiv kam bei den Baskets fast nur Stückwerk zusammen, bei den Belgiern fielen die Angriffe nur selten schön, dafür aber effektiv aus. Zur Halbzeit war Okapis Führung dann schon dutlich (49:33).
Baskets kommen besser aus der Kabine - und verlieren trotzdem
Headcoach Michael Koch schien in der Bonner Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben, denn nach dem Seitenwechsel präsentierte sich das Team endlich fokusierter. Hatte sich der offensive Output Bonns in der ersten Halbzeit stark in Grenzen gehalten, so schraubte die Koch-Truppe nach dem Seitenwechsel an der defensiven Schraube. Das eigene Brett wurde besser kontrolliert und in Schach gehalten, wodurch Ensminger und Co. für die Vorwärtsbewegung deutlich mehr Selbstvertrauen gewannen. Ein Dreier von Benas Veikalas brachte die Baskets wieder auf zehn Punkte heran (54:44), ehe der Litauer wenig später von der Linie für das geringste Defizit seit Beginn des zweiten Viertels sorgte (59:52). Danach legte Chris Ensminger nach und der Rückstand betrug nur noch fünf Punkte (59:54)
Viel näher kam Bonn jedoch nicht heran, da sich Okapi in den entscheidenden Situationen, als das Momentum zu kippen drohte, einen Tick frischer und aufgeweckter als die Baskets präsentierte, die sich an diesem Abend das Leben selbst unnötig schwer machten. Nach 36 Minuten waren die Belgier wieder mehr als zehn Punkte vorne (82:71). Zweieinhalb Minuten vor Schluss führte Talor Battle die Gäste dann aber doch noch einmal auf 86:80 heran, aber mehr war nicht zu holen. Bonn agierte nicht abgeklärt genug, um Okapi in der Schlussphase in Verlegenheit zu bringen, was die Hausherren zum Ausbau ihrer Führung eiskalt ausnutzten. Am Ende stand ein deutlicher und verdienter 98:86-Sieg der Gastgeber.
Bester Bonner war der Fels in der Brandung. Chris Ensminger markierte 22 Punkte und holte acht Rebounds. Jared Jordan machte 15, die Litauer Serapinas und Veikalas jeweils 13 Punkte und auch Talor Battle punktete zweistellig (11).
Am kommenden Samstag (20 Uhr) gehen für die Baskets die schweren Wochen in der Liga weiter. Nach dem überraschenden Heimsieg gegen die Artland Dragons vom vergangenen Sonntag, steht jetzt die Revanche in Quakenbrück an. In der EuroChallenge warten dagegen drei Heimspiele auf die Bonner. Los geht es nächsten Mittwoch im Telekom Dome gegen Elan Chalon (19.30 Uhr).
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