radio96acht Bonn : Three in a row
19.02.2012
Sport

Three in a row

Tony Gaffney flog wieder spektakulär. Foto: Sebastian Derix

Das Karnevalsspiel 2012 geht an Bonn. Die Telekom Baskets besiegten am Samstagabend EnBW Ludwigsburg mit 90:78. Talor Battle war mit 19 Punkten bester Schütze des Spiels. Am Rande des Spiels wurden auch die Halbfinalpartien des BekoBBL-Pokals gezogen.

Partystimmung schon vor dem Spiel

Die Stimmung im mit 5600 Zuschauern gut gefüllten Telekom Dome war an diesem Abend schon vor dem Spiel ausgelassen. Party pur zum Karnevalsspiel war angesagt. Das Team von Trainer Mike Koch ließ sich jedoch nicht ablenken und ging konzentriert ins Spiel. Tony Gaffney sorgte für die ersten Punkte des Spiels. Neben dem "Spiderman" standen noch Simonas Serapinas, Chris Ensminger, Benas Veikalas und Jared Jordan in der Startaufstellung. Jordan war es auch, der Mitte des ersten Viertels das Heft in die Hand nahm. Angeführt vom starken Pointguard erspielten sich die Baskets eine 23:15-Führung nach zehn Minuten.

Gaffney eröffnete dann wieder das zweite Viertel und die Baskets zogen langsam davon. Bis auf 16 Punkte schraubten sie ihren Vorsprung (31:15), ehe Ludwigsburg sich wieder etwas heran arbeitete. Dann kippte das Spiel aber endgültig zugunsten der Bonner. Jordan, Andrej Mangold und Chris Ensminger sorgten für einen 13-Punkte Vorsprung zur Pause (43:30).

Keine Gefahr

Viel näher sollten die Gäste dann nicht mehr kommen. Trotz Karnevalsstimmung auf den Rängen spielten die Baskets auch in der zweiten Halbzeit konzentriert weiter. Erst gegen Ende des dritten Abschnitts schaffte es Ludwigsburg, sich noch einmal auf unter zehn Punkte heran zu kämpfen. Allerdings sorgte Talor Battle kurz vor der Sirene wieder für eine zweistellige Führung (66:55).

Bittere Landung - nach einem heftigen Zusammenstoß mit Ludwigsburgs Jeff Greer war das Spiel für Gaffney beendet. Foto: Sebastian Derix
Bis auf 21 Punkte bauten die Baskets die Führung dann im Schlussviertel aus (76:55) und ließen es dann etwas ruhiger angehen. Zur Kopfsache wurde das Spiel dann für Tony Gaffney. Der sprunggewaltige Amerikaner und Ludwigsburgs Jeff Greer rasselten heftig mit den Köpfen aneinander. Gaffney blieb kurze Zeit benommen auf dem Feld liegen, konnte dann aber, gestützt vom Teamarzt, aufstehen. Das Spiel war für ihn dennoch beendet - schlimmeres scheint allerdings nicht passiert zu sein. Bis kurz vor Spielende punkteten nur noch Battle und Ensminger - was aber reichte, um nicht in Gefahr zu kommen. Die letzten Bonner Punkte waren Zvonko Buljan vorbehalten (90:76). Ludwigsburg hatte noch einen Angriff und traf. Am Ende stand ein verdienter und ungefährdeter 90:78-Sieg und die Party konnte so richtig beginnen. Binnen Sekunden war das Spielfeld bevölkert mit verkleideten Fans - die Karnevalsparty hatte begonnen.

Battle treffsicher - Ensminger stark

Talor Battle machte 19 Punkte. Foto: Sebastian Derix

Talor Battle wurde bester Schütze des Spiels. Mit 19 Punkten machte er vier Punkte mehr als Routinier Ensminger (15). Auch Tony Gaffney (14), Benas Veikalas (13) und Jared Jordan (11) punkteten zweistellig. Jordan gab zudem sieben Assists, Ensminger brachte es mit 11 Rebounds zu einem Double-Double.

Trainer Koch war froh, dass sich sein Team nicht hatte ablenken lassen: "Ich bin froh, dass wir heute trotz der ganzen Nebengeräusche solch eine Leistung gebracht haben: Pokalauslosung, Karneval, das war schon ein bisschen viel auf einmal für meine Spieler. Wir haben aber aggressiv gespielt und zu keiner Phase des Spiels nachgelassen. 16 Ballverluste sind natürlich zu viel, trotzdem haben wir es aber geschafft, unseren Vorsprung fast immer zweistellig zu halten. Wir sind auf den richtigen Weg zu unserem Ziel, vor allem Defense haben wir uns zuletzt verbessert. Tony Gaffney war nach seinem Zusammenprall kurz benommen, ist aber wieder ok und konnte nach dem Spiel schon wieder scherzen."

Im Pokal gegen Braunschweig

Vor dem Spiel fand die Auslosung zum Pokalhalbfinale statt. Neben den Baskets als Gastgeber sind Bamberg, Braunschweig und Ulm qualifiziert. Für die Baskets zog Bonns Karnevalsprinz Rainer I. das vermeintlich leichteste Los. Die Bonner haben ein "Heimspiel" gegen Braunschweig. Im zweiten Spiel treten dann Ulm und Bamberg gegeneinander an. Neben der begeisterten Halle, war auch Mike Koch zufrieden: "Wer den Pokal holen will, muss Bamberg schlagen, da haben wir scheinbar Glück gehabt, sie nicht im Halbfinale bekommen zu haben." Das Top Four findet am 24. und 25. März im Telekom Dome statt.

Sportlich geht es für die Baskets am Dienstag in Frankreich weiter. Mit einem Sieg in Chalon könnten sie das Ticket für das Viertelfinale in der EuroChallenge lösen. Am 4.3. geht es in der Liga weiter, zu Gast im Telekom Dome sind dann die s.Oliver Baskets aus Würzburg, eins der Überraschungsteams der aktuellen Saison. Das Spiel beginnt um 17 Uhr.

Sebastian Derix

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