08.02.2010
Ohne Abi an die Uni
Wer an die Uni will kommt nur schwer am Abitur vorbei – in der Regel ist das Abi der Türöffner für ein Studium. Das soll sich jetzt ändern, zumindest in Niedersachsen und NRW. Denn diese beiden Länder wollen Handwerksmeister und beruflich Qualifizierte an die Unis holen und das auch ohne Abitur oder eine spezielle Zugangsprüfung. Einzige Voraussetzung ist, dass die zukünftigen Studierenden drei Jahre in ihrem Beruf gearbeitet haben.
Bisher war ein Studium an einer Uni ohne Abitur nicht möglich, an Fachhochschulen jedoch schon. Allerdings musste meistens ein berufsverwandtes Fach gewählt werden. In NRW sollen Handwerksmeister sich nun auch an den NRW-Universitäten für das Studium ihrer Wahl einschreiben können. Für beruflich Qualifizierte soll es ab dem kommenden Wintersemester auch ein Probestudium geben. Dieses dauert mindestens zwei und höchstens vier Semester. Die Idee dahinter ist: bringt man dieses Probestudium erfolgreich hinter sich, erhält der Bewerber einen fachungebundenen Hochschulzugang.
NRW und Niedersachsen sind die ersten Bundesländer, die den Beschluss der Kultusministerkonferenz umsetzen, die Hochschulen für Berufstätige weiter zu öffnen als bisher.
Von: Berit Griebenow - RADIO 96 ACHT Bonn